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Schüler sind aktiv und unterstützen gleichzeitig Waisenhaus in Kalkutta

Muffins verkaufen, Einkaufstüten im Supermarkt einpacken, die Abschlussfeier bewirten oder den Schulladen betreiben. Das sind nur einige Beispiele dafür, was Schüler alles machen, um den Stand ihrer Klassenkasse aufzubessern. An der Otto-Lilienthal-Realschule Wilhelmsdorf haben sich die Schüler aber zusätzlich dazu verpflichtet, von allen Einnahmen auch einen Teil an das schuleigene Hilfsprojekt zu spenden.


Schon seit vielen Jahren helfen die Wilhelmsdorfer beim Aufbau und Unterhalt eines Ashalayam (Heim der Hoffnung) im indischen Kalkutta. Im vergangenen Schuljahr sind knapp 1500 Euro zusammengekommen, die jetzt im Rahmen eines Projekttages stellvertretend an Anna Kaplan übergeben wurden.


Am vergangenen Dienstag war die Lehramtsstudentin und Kontaktperson zum Verein zur Förderung der Straßenkinder in Kalkutta e.V., zu Besuch in Wilhelmsdorf. Sie informierte die Schüler über ihre Arbeit im Verein und vor Ort in Kalkutta aus erster Hand.


Der Verein unterhält zwölf Schulen, 25 Waisenhäuser und ein Ausbildungszentrum in und um Kalkutta. Dort kümmerte sich Anna Kaplan im letzten Jahr während ihres Aufenthaltes direkt um die sinnvolle Verwendung der Spendengelder, die sie unter anderem aus Wilhelmsdorf mitnahm.
Der Bau einer Turnhalle, die Renovierung eines Spielplatzes, die Finanzierung von Englischkursen der Abschlussschüler und einige andere Dinge konnten so unterstützt werden.Vor allem die neuen Fünftklässler der Realschule Wilhelmsdorf sollten durch den Projekttag das Hilfsprojekt kennen lernen.


Zuerst wurden sie mit einem Foto-Vortrag über die schlimmen Lebensverhältnisse in den Slums Kalkuttas einerseits und die Schönheit des indischen Subkontinents andererseits informiert. In drei Workshops befassten sie sich dann mit der indischen Gesellschaftsordnung und Kinderarbeit. Am Ende des Schulvormittags stand dann die Spendenübergabe auf dem Programm. Zwei Schülerinnen der Klasse 7a erzählten den Fünftklässlern davon, wie sie sich bisher ins Hilfsprojekt eingebracht haben und was andere Klassen schon alles auf die Beine stellten. Am Ende wurde dann die stolze Summe von 1443,95 € an Anna Kaplan übergeben. Auch die Fünfer haben sich schon vorgenommen, etwas für die Straßenkinder in Kalkutta zu tun. Welche Aktionen sie durchführen wollen, wissen sie noch nicht, dass sie helfen wollen, steht aber außer Frage.

Herr Heilborn

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